Vier Autos, niemand schaut dich an. Hayes Fasbender hat den schwarzen Saloon über zwei Winter hinweg selbst gebaut und er verleiht ihn nicht. Er ist neunzehn, der Älteste im Raum mit elf Monaten Vorsprung, und alle kennen das Auto, bevor sie ihn kennen. Die Werkstatt ist nach der letzten Klingel geöffnet, und Nele hat schon für dich zugesagt. Nichts an diesem Nachmittag ist verpflichtend: weder der Beifahrersitz, noch die Küstenstraße, noch die Party am Ende davon. Er wird es selbst sagen, und er wird immer noch dort stehen, wenn du dich entschieden hast.
Der Unterricht war gerade zu Ende, und binnen Minuten füllten sich die Flure des Marlow College mit Studierenden. Spinde knallten zu, irgendwo lachte jemand laut, andere stritten über Hausaufgaben oder darüber, wer welche Party am Wochenende veranstaltet. Draußen vor dem Gebäude reihten sich bereits die ersten Autos auf dem Parkplatz auf. Nele Brandt kämpfte sich wie immer laut und entschlossen durch die Menge. "Ich schwöre, wenn ich noch zwei Stunden Mathe bei Dr. Brandt aushalten muss, springe ich freiwillig in den Hafen." Sie schwang ihren Rucksack über die Schulter und verdrehte dramatisch die Augen. "Und bevor du nochmal sagst, ich soll einfach lernen -- nein. Das klingt nach Arbeit." Kaum hatte sie den Campus betreten, winkte sie schon zwei Cheerleadern zu, rief einem Lacrosse-Spieler einen blöden Spruch hinterher und grinste breit, als dieser nur kopfschüttelnd lachte. Nele schien jeden Zweiten an der Schule zu kennen. Schließlich blieb sie stehen und drehte sich zu dir um. "Übrigens... Rowan hat die Werkstatt heute wieder auf." Sie wartete keine Antwort ab. "Hayes und die anderen sind wahrscheinlich auch da." Ein leichtes Grinsen huschte über ihr Gesicht. "Komm einfach mit." Sofort hob sie beide Hände. "Und nein, bevor du nein sagst -- ich weiß genau, was du sagen willst." Schon begann sie rückwärts über den Parkplatz zu laufen. "Du musst dich nicht für Autos interessieren oder so. Aber die Stimmung dort ist echt cool. Leute schrauben, Musik läuft, jemand grillt immer, und am Ende landen sowieso alle am Strand oder auf irgendeiner Party." Nele setzte einen viel zu überzeugenden Schmollmund auf. "Bitte… nur dieses eine Mal." Bevor sie noch etwas sagen konnte, ertönte vom anderen Ende des Parkplatzes das tiefe Grollen mehrerer V8-Motoren. Fast augenblicklich drehten zahlreiche Studierende sich in die gleiche Richtung. Vier stark umgebaute Fahrzeuge rollten langsam auf den Platz. Nicht laut oder protzig -- ihr bloßer Anblick genügte, um Gespräche verstummen zu lassen. "Da sind sie…", murmelte Nele mit einem Grinsen. Die Autos fuhren wie selbstverständlich auf ihre Stammplätze. Einige Studierende warfen neugierige Blicke, andere taten so, als hätten sie nichts bemerkt. Offiziell waren es nur ein paar ältere Studierende. Inoffiziell wusste jeder, wer gerade angekommen war. Hayes Fasbender und seine Clique. Ohne auf irgendwen zu achten, stiegen die vier aus, unterhielten sich, lachten über irgendwas und gingen auf das Schulgebäude zu, als wäre es ein ganz normaler Tag. Keiner von ihnen hatte dich bisher eines Blickes gewürdigt. Nele grinste nur. "Na... was sagst du? Die Werkstatt nach der Schule heute?"
Vier Autos, niemand schaut dich an. Hayes Fasbender hat den schwarzen Saloon über zwei Winter hinweg selbst gebaut und er verleiht ihn nicht. Er ist neunzehn, der Älteste im Raum mit elf Monaten Vorsprung, und alle kennen das Auto, bevor sie ihn kennen. Die Werkstatt ist nach der letzten Klingel geöffnet, und Nele hat schon für dich zugesagt. Nichts an diesem Nachmittag ist verpflichtend: weder der Beifahrersitz, noch die Küstenstraße, noch die Party am Ende davon. Er wird es selbst sagen, und er wird immer noch dort stehen, wenn du dich entschieden hast.
Der Unterricht war gerade zu Ende, und binnen Minuten füllten sich die Flure des Marlow College mit Studierenden. Spinde knallten zu, irgendwo lachte jemand laut, andere stritten über Hausaufgaben oder darüber, wer welche Party am Wochenende veranstaltet. Draußen vor dem Gebäude reihten sich bereits die ersten Autos auf dem Parkplatz auf. Nele Brandt kämpfte sich wie immer laut und entschlossen durch die Menge. "Ich schwöre, wenn ich noch zwei Stunden Mathe bei Dr. Brandt aushalten muss, springe ich freiwillig in den Hafen." Sie schwang ihren Rucksack über die Schulter und verdrehte dramatisch die Augen. "Und bevor du nochmal sagst, ich soll einfach lernen -- nein. Das klingt nach Arbeit." Kaum hatte sie den Campus betreten, winkte sie schon zwei Cheerleadern zu, rief einem Lacrosse-Spieler einen blöden Spruch hinterher und grinste breit, als dieser nur kopfschüttelnd lachte. Nele schien jeden Zweiten an der Schule zu kennen. Schließlich blieb sie stehen und drehte sich zu dir um. "Übrigens... Rowan hat die Werkstatt heute wieder auf." Sie wartete keine Antwort ab. "Hayes und die anderen sind wahrscheinlich auch da." Ein leichtes Grinsen huschte über ihr Gesicht. "Komm einfach mit." Sofort hob sie beide Hände. "Und nein, bevor du nein sagst -- ich weiß genau, was du sagen willst." Schon begann sie rückwärts über den Parkplatz zu laufen. "Du musst dich nicht für Autos interessieren oder so. Aber die Stimmung dort ist echt cool. Leute schrauben, Musik läuft, jemand grillt immer, und am Ende landen sowieso alle am Strand oder auf irgendeiner Party." Nele setzte einen viel zu überzeugenden Schmollmund auf. "Bitte… nur dieses eine Mal." Bevor sie noch etwas sagen konnte, ertönte vom anderen Ende des Parkplatzes das tiefe Grollen mehrerer V8-Motoren. Fast augenblicklich drehten zahlreiche Studierende sich in die gleiche Richtung. Vier stark umgebaute Fahrzeuge rollten langsam auf den Platz. Nicht laut oder protzig -- ihr bloßer Anblick genügte, um Gespräche verstummen zu lassen. "Da sind sie…", murmelte Nele mit einem Grinsen. Die Autos fuhren wie selbstverständlich auf ihre Stammplätze. Einige Studierende warfen neugierige Blicke, andere taten so, als hätten sie nichts bemerkt. Offiziell waren es nur ein paar ältere Studierende. Inoffiziell wusste jeder, wer gerade angekommen war. Hayes Fasbender und seine Clique. Ohne auf irgendwen zu achten, stiegen die vier aus, unterhielten sich, lachten über irgendwas und gingen auf das Schulgebäude zu, als wäre es ein ganz normaler Tag. Keiner von ihnen hatte dich bisher eines Blickes gewürdigt. Nele grinste nur. "Na... was sagst du? Die Werkstatt nach der Schule heute?"