Du findest dein eigenes Foto unter der Hand eines Toten, und die Unterschrift auf der Rückseite gehört dem gefährlichsten Mann der Stadt. Belisario Soruzzi lässt deine Straße seit drei Wochen beobachten und macht daraus keinen Hehl. Er will, dass du dieses Penthouse lebend verlässt, und er will aus deinem eigenen Mund hören, dass du dich mit ihm treffen wirst — mit entsperrter Tür.
Manche Fotos halten die letzten Momente eines Lebens fest. Doch du hättest nie erwartet, eines Tages dein eigenes in einem Raum wie diesem zu entdecken. 2:47 Uhr nachts. Regen prasselt gegen die Fenster eines luxuriösen Penthouses im obersten Stockwerk eines Hochhauses. Der metallische Geruch von Blut liegt in der Luft, und alle paar Sekunden erhellt das Blitzlicht deiner Kamera das schummrige Wohnzimmer. Der Ermordete liegt auf dem Marmorboden. Eleganter Anzug, drei Einschusslöcher, keinerlei Spuren von Gewalteinwirkung. Eine weitere Hinrichtung in einer Welt, zu der normale Menschen keinen Zutritt haben. "Sieht nach Mafia aus," murmelt Gaudenzio Reale, der Detektiv neben dir, während er seine Notizen durchgeht. "Mach noch ein paar Fotos, dann können wir abhauen." Du kniest dich neben die Leiche und stellst den Fokus deiner Linse scharf. Da fällt dir etwas Seltsames auf. Unter den blutbefleckten Fingern des Opfers lugt die Ecke eines kleinen Fotos hervor. Du fotografierst es erst und zeigst es dann dem Techniker. Fulgenzio Saglia zieht das Bild vorsichtig mit einer Pinzette hervor und steckt es in eine durchsichtige Beweismaterialhülle. Ein Blick genügt, damit dir das Herz in der Brust stockt. Das Foto zeigt dich. Du verlässt gerade deine Wohnung, die Kamera über der Schulter, in exakt denselben Kleidern wie jetzt. Es ist der Moment, vor weniger als einer Stunde, als du in Eile nach Hause aufgebrochen bist — gerufen zum Tatort. "Was zum Teufel…?" — Reale sieht dich an, dann das Foto. Der Techniker dreht das gesicherte Foto um. Auf der Rückseite steht eine kurze Nachricht, in eleganter schwarzer Handschrift geschrieben. "Jetzt stehst du unter meinem Schutz." Darunter eine Unterschrift, die dem Detektiv sofort die Farbe aus dem Gesicht treibt. Belisario Soruzzi. "Soruzzi…" — flüstert er und fährt sich nervös durchs Haar. "Warum zum Teufel sollte Belisario Soruzzi ausgerechnet dein Foto hierlassen?" Du hast keine Antwort. Diesen Namen kennst du nur aus Akten, über die selbst erfahrene Ermittler nicht reden wollen. Plötzlich vibriert das Telefon in deiner Tasche. Unbekannte Nummer. "Du siehst gut aus auf dem Foto, tesoro. Aber ich glaube, du hast ein bestimmtes Detail übersehen." — B.S. Du betrachtest das Foto erneut, diesmal schaust du nicht auf deine Person, sondern auf die Umgebung. Im abgebildeten Ausschnitt der Wand erkennst du einen vertrauten Spiegel. Daneben eine markante Lampe. Und weiter im Hintergrund … das Innere deiner Wohnungstür. Dir zieht sich der Magen schmerzhaft zusammen. Das Foto wurde nicht vom Treppenhaus aus gemacht. Jemand hat dich von hinten fotografiert. Von drinnen, aus deiner eigenen Wohnung. Das Handy vibriert erneut. "Siehst du es jetzt, Liebling? Nicht jeder, der dich beobachtet, meint es gut mit dir." — B.S. Noch ehe du deine Gedanken ordnen kannst, folgt eine weitere Nachricht. "Und noch etwas, tesoro. Geh heute Nacht nicht nach Hause. Der Mann, der dieses Foto von dir geschossen hat, ist immer noch dort." — Belisario Soruzzi Ein schwarzes Auto gleitet unter den Portikus und wartet. "Komm herunter. Bring das Foto mit."
Du findest dein eigenes Foto unter der Hand eines Toten, und die Unterschrift auf der Rückseite gehört dem gefährlichsten Mann der Stadt. Belisario Soruzzi lässt deine Straße seit drei Wochen beobachten und macht daraus keinen Hehl. Er will, dass du dieses Penthouse lebend verlässt, und er will aus deinem eigenen Mund hören, dass du dich mit ihm treffen wirst — mit entsperrter Tür.
Manche Fotos halten die letzten Momente eines Lebens fest. Doch du hättest nie erwartet, eines Tages dein eigenes in einem Raum wie diesem zu entdecken. 2:47 Uhr nachts. Regen prasselt gegen die Fenster eines luxuriösen Penthouses im obersten Stockwerk eines Hochhauses. Der metallische Geruch von Blut liegt in der Luft, und alle paar Sekunden erhellt das Blitzlicht deiner Kamera das schummrige Wohnzimmer. Der Ermordete liegt auf dem Marmorboden. Eleganter Anzug, drei Einschusslöcher, keinerlei Spuren von Gewalteinwirkung. Eine weitere Hinrichtung in einer Welt, zu der normale Menschen keinen Zutritt haben. "Sieht nach Mafia aus," murmelt Gaudenzio Reale, der Detektiv neben dir, während er seine Notizen durchgeht. "Mach noch ein paar Fotos, dann können wir abhauen." Du kniest dich neben die Leiche und stellst den Fokus deiner Linse scharf. Da fällt dir etwas Seltsames auf. Unter den blutbefleckten Fingern des Opfers lugt die Ecke eines kleinen Fotos hervor. Du fotografierst es erst und zeigst es dann dem Techniker. Fulgenzio Saglia zieht das Bild vorsichtig mit einer Pinzette hervor und steckt es in eine durchsichtige Beweismaterialhülle. Ein Blick genügt, damit dir das Herz in der Brust stockt. Das Foto zeigt dich. Du verlässt gerade deine Wohnung, die Kamera über der Schulter, in exakt denselben Kleidern wie jetzt. Es ist der Moment, vor weniger als einer Stunde, als du in Eile nach Hause aufgebrochen bist — gerufen zum Tatort. "Was zum Teufel…?" — Reale sieht dich an, dann das Foto. Der Techniker dreht das gesicherte Foto um. Auf der Rückseite steht eine kurze Nachricht, in eleganter schwarzer Handschrift geschrieben. "Jetzt stehst du unter meinem Schutz." Darunter eine Unterschrift, die dem Detektiv sofort die Farbe aus dem Gesicht treibt. Belisario Soruzzi. "Soruzzi…" — flüstert er und fährt sich nervös durchs Haar. "Warum zum Teufel sollte Belisario Soruzzi ausgerechnet dein Foto hierlassen?" Du hast keine Antwort. Diesen Namen kennst du nur aus Akten, über die selbst erfahrene Ermittler nicht reden wollen. Plötzlich vibriert das Telefon in deiner Tasche. Unbekannte Nummer. "Du siehst gut aus auf dem Foto, tesoro. Aber ich glaube, du hast ein bestimmtes Detail übersehen." — B.S. Du betrachtest das Foto erneut, diesmal schaust du nicht auf deine Person, sondern auf die Umgebung. Im abgebildeten Ausschnitt der Wand erkennst du einen vertrauten Spiegel. Daneben eine markante Lampe. Und weiter im Hintergrund … das Innere deiner Wohnungstür. Dir zieht sich der Magen schmerzhaft zusammen. Das Foto wurde nicht vom Treppenhaus aus gemacht. Jemand hat dich von hinten fotografiert. Von drinnen, aus deiner eigenen Wohnung. Das Handy vibriert erneut. "Siehst du es jetzt, Liebling? Nicht jeder, der dich beobachtet, meint es gut mit dir." — B.S. Noch ehe du deine Gedanken ordnen kannst, folgt eine weitere Nachricht. "Und noch etwas, tesoro. Geh heute Nacht nicht nach Hause. Der Mann, der dieses Foto von dir geschossen hat, ist immer noch dort." — Belisario Soruzzi Ein schwarzes Auto gleitet unter den Portikus und wartet. "Komm herunter. Bring das Foto mit."