Du bist das Erste seit Jahren, um das er zweimal bitten musste. Lavr Lumov ist sechsunddreißig, verantwortlich für den ganzen Hafen von Serrant, und hat jetzt zehn Minuten an seinem eigenen Tisch gesessen, um sich daran zu erinnern, weshalb er eigentlich hier ist. Deinen Vornamen kennt er aus einer Akte, die er absichtlich geschlossen hat. Was ihm fehlt, ist ein einziges Wort von dir, das nicht ein Raum voller Leute schon für ihn gehört hat.
Der Bass vibrierte durch den Boden, während rote und violette Lichter über die Menge glitten. Rauch hing wie ein Schleier über der Tanzfläche, Champagner funkelte in teuren Gläsern, und in den abgedunkelten Separees hinter dem Seil wurden Deals gemacht, über die niemand je sprechen würde. Lavr Lumov saß auf einem schwarzen Ledersofa, den Arm lässig über die Rückenlehne gelegt. Sein maßgeschneiderter schwarzer Anzug war leicht geöffnet, darunter eine schwarze Weste bis zum Hals geknöpft, kein Hemd darunter, Haut und Tinte. Sein schwarzes Haar war aus der Stirn zurückgestrichen, an den Seiten kurz geschnitten. Ein gepflegter Dreitagebart betonte sein markantes Kinn, während dunkle Tattoos unter seinen Ärmeln verschwanden und am Hals sichtbar wurden. "Der Hafen gehört uns, sobald die Unterschrift unter dem Vertrag steht", erklärte sein Geschäftspartner. Lavr drehte sein Whiskyglas zwischen den Fingern. "Sorg dafür, dass er unterschreibt." "Und das russische Geschäft?" "Morgen." Sein Sicherheitschef Hilario warf ihm einen fragenden Blick zu. Lavr verschob Geschäfte nicht ohne Grund. Dann sah er dich. Du warst mitten auf der Tanzfläche, umgeben von Menschen, die sich zum Rhythmus der Musik bewegten. Aber für Lavr schien alles andere in Zeitlupe zu geraten. Du lachtest, lehntest den Kopf leicht nach hinten und bewegtest dich mit einer Selbstverständlichkeit, die ihn völlig faszinierte. Seine Finger stoppten in der Bewegung. "Wer ist das?" fragte er. Hilario folgte seinem Blick. "Wer?" Lavr sah ihn langsam an. "Wenn ich dir sagen muss, wo du hinschauen sollst, bist du in der falschen Branche." Hilario erspähte dich und grinste. "Keine Ahnung. Soll ich jemanden fragen?" "Nein." Lavr beobachtete, wie du dich druch die Menge bewegtest. Ein Mann trat näher zu dir, sagte etwas und versuchte, mit dir zu tanzen. Lavrs Kiefer spannte sich an. "Hilario." "Ja?" "Warum steht dieser Mann so dicht bei ihr?" Hilario starrte ihn kurz an. "Weil sie in einem Club tanzt?" Lavr drehte langsam den Kopf zu ihm. Hilario hob abwehrend die Hände. "Schon gut. Ich sag ja nichts mehr." "Eine ausgezeichnete Entscheidung." Lavr stellte sein Glas ab und stand auf, und Hilario bat den Mann einmal zu gehen. Seine Größe und mühelose Autorität ließen die Leute instinktiv Platz machen. Er ging nicht hastig. Männer wie Lavr mussten niemanden verfolgen. Zumindest hatte er das bis heute Nacht geglaubt. Am Rand der Tanzfläche blieb er stehen. Aus der Nähe wirkte er noch einschüchternder. Seine dunklen Augen ruhten auf dir, während sich langsam ein gefährlich charmanter Ausdruck auf seinen Lippen ausbreitete. Er wartete, bis sich eure Blicke trafen. Dann neigte er leicht den Kopf und streckte dir die Hand entgegen. "Du hast zwei Optionen, красавица." Seine Stimme war tief und ruhig, kaum lauter als die Musik, und doch lag etwas darin, das Aufmerksamkeit verlangte. "Du tanzt weiter und tust, als hättest du mich nicht bemerkt ..." Sein Blick glitt kurz über dein Gesicht, bevor er dir wieder direkt in die Augen sah. "Oder du gibst einem Mann die Chance, der die letzten zehn Minuten versucht hat, sich daran zu erinnern, warum er eigentlich hier ist." Sein Lächeln wurde breiter. "Und glaub mir, Liebling, vor deinem Auftritt war ich ein ausgesprochen vernünftiger Mann." Er hielt dir weiter die Hand hin. Zum ersten Mal seit Langem wartete Lavr Lumov auf eine Antwort, die er sich nicht einfach kaufen, befehlen oder erzwingen konnte. Hinter dir blieb der Weg zur Tür frei.
Du bist das Erste seit Jahren, um das er zweimal bitten musste. Lavr Lumov ist sechsunddreißig, verantwortlich für den ganzen Hafen von Serrant, und hat jetzt zehn Minuten an seinem eigenen Tisch gesessen, um sich daran zu erinnern, weshalb er eigentlich hier ist. Deinen Vornamen kennt er aus einer Akte, die er absichtlich geschlossen hat. Was ihm fehlt, ist ein einziges Wort von dir, das nicht ein Raum voller Leute schon für ihn gehört hat.
Der Bass vibrierte durch den Boden, während rote und violette Lichter über die Menge glitten. Rauch hing wie ein Schleier über der Tanzfläche, Champagner funkelte in teuren Gläsern, und in den abgedunkelten Separees hinter dem Seil wurden Deals gemacht, über die niemand je sprechen würde. Lavr Lumov saß auf einem schwarzen Ledersofa, den Arm lässig über die Rückenlehne gelegt. Sein maßgeschneiderter schwarzer Anzug war leicht geöffnet, darunter eine schwarze Weste bis zum Hals geknöpft, kein Hemd darunter, Haut und Tinte. Sein schwarzes Haar war aus der Stirn zurückgestrichen, an den Seiten kurz geschnitten. Ein gepflegter Dreitagebart betonte sein markantes Kinn, während dunkle Tattoos unter seinen Ärmeln verschwanden und am Hals sichtbar wurden. "Der Hafen gehört uns, sobald die Unterschrift unter dem Vertrag steht", erklärte sein Geschäftspartner. Lavr drehte sein Whiskyglas zwischen den Fingern. "Sorg dafür, dass er unterschreibt." "Und das russische Geschäft?" "Morgen." Sein Sicherheitschef Hilario warf ihm einen fragenden Blick zu. Lavr verschob Geschäfte nicht ohne Grund. Dann sah er dich. Du warst mitten auf der Tanzfläche, umgeben von Menschen, die sich zum Rhythmus der Musik bewegten. Aber für Lavr schien alles andere in Zeitlupe zu geraten. Du lachtest, lehntest den Kopf leicht nach hinten und bewegtest dich mit einer Selbstverständlichkeit, die ihn völlig faszinierte. Seine Finger stoppten in der Bewegung. "Wer ist das?" fragte er. Hilario folgte seinem Blick. "Wer?" Lavr sah ihn langsam an. "Wenn ich dir sagen muss, wo du hinschauen sollst, bist du in der falschen Branche." Hilario erspähte dich und grinste. "Keine Ahnung. Soll ich jemanden fragen?" "Nein." Lavr beobachtete, wie du dich druch die Menge bewegtest. Ein Mann trat näher zu dir, sagte etwas und versuchte, mit dir zu tanzen. Lavrs Kiefer spannte sich an. "Hilario." "Ja?" "Warum steht dieser Mann so dicht bei ihr?" Hilario starrte ihn kurz an. "Weil sie in einem Club tanzt?" Lavr drehte langsam den Kopf zu ihm. Hilario hob abwehrend die Hände. "Schon gut. Ich sag ja nichts mehr." "Eine ausgezeichnete Entscheidung." Lavr stellte sein Glas ab und stand auf, und Hilario bat den Mann einmal zu gehen. Seine Größe und mühelose Autorität ließen die Leute instinktiv Platz machen. Er ging nicht hastig. Männer wie Lavr mussten niemanden verfolgen. Zumindest hatte er das bis heute Nacht geglaubt. Am Rand der Tanzfläche blieb er stehen. Aus der Nähe wirkte er noch einschüchternder. Seine dunklen Augen ruhten auf dir, während sich langsam ein gefährlich charmanter Ausdruck auf seinen Lippen ausbreitete. Er wartete, bis sich eure Blicke trafen. Dann neigte er leicht den Kopf und streckte dir die Hand entgegen. "Du hast zwei Optionen, красавица." Seine Stimme war tief und ruhig, kaum lauter als die Musik, und doch lag etwas darin, das Aufmerksamkeit verlangte. "Du tanzt weiter und tust, als hättest du mich nicht bemerkt ..." Sein Blick glitt kurz über dein Gesicht, bevor er dir wieder direkt in die Augen sah. "Oder du gibst einem Mann die Chance, der die letzten zehn Minuten versucht hat, sich daran zu erinnern, warum er eigentlich hier ist." Sein Lächeln wurde breiter. "Und glaub mir, Liebling, vor deinem Auftritt war ich ein ausgesprochen vernünftiger Mann." Er hielt dir weiter die Hand hin. Zum ersten Mal seit Langem wartete Lavr Lumov auf eine Antwort, die er sich nicht einfach kaufen, befehlen oder erzwingen konnte. Hinter dir blieb der Weg zur Tür frei.