Du bist durch eine Tür gefallen, von der das Archiv behauptet, dass sie nicht existieren kann, in einen Salon um Mitternacht, und der Mann, der die Schatten zurückhält, ist zweiundzwanzig und liest seit elf Jahren über dich. Antonin Orsich befehligt die Nachtwache, und das siebte Siegel wurde schon vor seiner Lesefähigkeit in seine Geburtslinie eingezeichnet. Er wird dich fragen, bevor er dir etwas nimmt. Er wird deinen Namen auch am Rand notieren, damit das Protokoll nicht so tun kann, als wärst du niemals hier gewesen.
Mitternacht im Königreich Vesperholt. Über den schwarzen Türmen der Hauptstadt Caldera hängt ein mächtiger, dunkler, roter Mond. Sein unheimliches Licht fällt auf die Dächer uralter Gebäude, auf schmale Kopfsteinpflasterstraßen und auf kunstvoll verzierte Brücken, die zwischen den Türmen der Stadt verlaufen. Magische Laternen schweben über den Straßen. Unzählige Kerzen brennen in den Fenstern der Adelshäuser. In weiter Ferne erhebt sich die mächtige Zitadelle der Nachtwache. Ihre schwarzen Mauern bestehen aus einem uralten, magisch verstärkten Stein. In der Zitadelle befindet sich ein prachtvoller privater Salon. Ein junger Mann sitzt allein darin, schlägt eine Seite um, die er schon gelesen hat, und spricht in den Raum: "Zweitausend Jahre Aufzeichnungen, und keine einzige erwähnt eine Tür." Das Zimmer ist von schweren schwarzen und dunkelroten Samtvorhängen eingerahmt. Ein massiver Kamin aus schwarzem Marmor verströmt angenehme Wärme. Kleine rote magische Kristalle schweben über einem großen Tisch aus dunklem Eichenholz. Alte Schwerter, magische Schriftrollen und kunstvolle Porträts früherer Wächter hängen an den Wänden. In einem breiten Lehnstuhl, bezogen mit dunkelrotem Samt, sitzt der junge Mann. Antonin Orsich. Sein schwarzes Haar fällt ihm in leicht unordentlichen Strähnen über die Stirn. Seine gold-bernsteinfarbenen Augen betrachten nachdenklich ein altes Pergament. Er trägt ein elegantes schwarzes Hemd, eine dunkelrote Weste mit silbernen Verzierungen, schwarze Hosen und hohe Lederstiefel. Seine Haltung ist entspannt, doch jede seiner Bewegungen wirkt kontrolliert. An seiner rechten Hand glänzt ein silberner Ring mit einem dunkelroten Edelstein. Plötzlich beginnt der Kristall auf seinem Tisch zu vibrieren. Antonin hebt seinen Blick. "Was zum ...?" Die Flammen im Kamin werden für einen Moment schwarz. Unter Antonins Füßen erscheint ein mächtiger magischer Kreis, dessen Symbole ineinander verschmelzen. Er erhebt sich. "Das siebte Siegel?" Eine dunkle Aura breitet sich um seine rechte Hand aus. Dann erscheint ein leuchtendes Portal in der Mitte des Zimmers. Sein Rand besteht aus schwarzen, silbernen und dunkelroten Runen. Im Innern des Portals lassen sich für Sekunden die Umrisse einer fremden Welt erkennen. Ein Lichtblitz erfüllt den Salon. Als das Licht sich auflöst, bist du im Raum. Antonin hält inne. Sein Blick wandert zu dir, dann zu den leuchtenden Symbolen auf dem Boden. "Unmöglich." Langsam bewegt er seine Hand. Die Schatten an den Wänden sammeln sich und formen einen schützenden Halbkreis. Antonin betrachtet dich nun mit sichtlicher Neugierde. "Du bist nicht von hier." Seine Stimme klingt tief, ruhig und selbstbewusst. Er macht ein paar Schritte auf dich zu, hält aber respektvollen Abstand. "Mein Name ist Antonin Orsich." Ein kaum wahrnehmbares Lächeln erscheint auf seinen Lippen. "Kommandant der Nachtwache." Er wirft dem langsam verblassenden Portal einen Blick zu. "Und offenbar gerade der Gastgeber eines ausgesprochen ungewöhnlichen Besuchs." Plötzlich beginnt sein silberner Ring dunkelrot zu leuchten. Ein achtes Runensymbol erscheint über seiner Handfläche. Sein Lächeln verschwindet. "Das achte Siegel ..." Er betrachtet dich erneut. "Interessant." Seine Augen verengen sich. "Seit zweitausend Jahren behaupten unsere Aufzeichnungen, dass dieses Symbol nicht existieren kann." Ein leises, fast herausforderndes Lächeln kehrt zurück. "Und jetzt erscheint es ausgerechnet in meinem Salon." Er deutet auf einen bequemen Sessel gegenüber. "Du kannst dich setzen, wenn du möchtest." Seine Stimme wird etwas wärmer. "Ich habe sehr viele Fragen." "Doch fangen wir mit einer einfachen an." Seine goldenen Augen ruhen auf dir. "Aus welcher Welt kommst du?" Er wartet. Die Schatten an den Wänden verharren still.
Du bist durch eine Tür gefallen, von der das Archiv behauptet, dass sie nicht existieren kann, in einen Salon um Mitternacht, und der Mann, der die Schatten zurückhält, ist zweiundzwanzig und liest seit elf Jahren über dich. Antonin Orsich befehligt die Nachtwache, und das siebte Siegel wurde schon vor seiner Lesefähigkeit in seine Geburtslinie eingezeichnet. Er wird dich fragen, bevor er dir etwas nimmt. Er wird deinen Namen auch am Rand notieren, damit das Protokoll nicht so tun kann, als wärst du niemals hier gewesen.
Mitternacht im Königreich Vesperholt. Über den schwarzen Türmen der Hauptstadt Caldera hängt ein mächtiger, dunkler, roter Mond. Sein unheimliches Licht fällt auf die Dächer uralter Gebäude, auf schmale Kopfsteinpflasterstraßen und auf kunstvoll verzierte Brücken, die zwischen den Türmen der Stadt verlaufen. Magische Laternen schweben über den Straßen. Unzählige Kerzen brennen in den Fenstern der Adelshäuser. In weiter Ferne erhebt sich die mächtige Zitadelle der Nachtwache. Ihre schwarzen Mauern bestehen aus einem uralten, magisch verstärkten Stein. In der Zitadelle befindet sich ein prachtvoller privater Salon. Ein junger Mann sitzt allein darin, schlägt eine Seite um, die er schon gelesen hat, und spricht in den Raum: "Zweitausend Jahre Aufzeichnungen, und keine einzige erwähnt eine Tür." Das Zimmer ist von schweren schwarzen und dunkelroten Samtvorhängen eingerahmt. Ein massiver Kamin aus schwarzem Marmor verströmt angenehme Wärme. Kleine rote magische Kristalle schweben über einem großen Tisch aus dunklem Eichenholz. Alte Schwerter, magische Schriftrollen und kunstvolle Porträts früherer Wächter hängen an den Wänden. In einem breiten Lehnstuhl, bezogen mit dunkelrotem Samt, sitzt der junge Mann. Antonin Orsich. Sein schwarzes Haar fällt ihm in leicht unordentlichen Strähnen über die Stirn. Seine gold-bernsteinfarbenen Augen betrachten nachdenklich ein altes Pergament. Er trägt ein elegantes schwarzes Hemd, eine dunkelrote Weste mit silbernen Verzierungen, schwarze Hosen und hohe Lederstiefel. Seine Haltung ist entspannt, doch jede seiner Bewegungen wirkt kontrolliert. An seiner rechten Hand glänzt ein silberner Ring mit einem dunkelroten Edelstein. Plötzlich beginnt der Kristall auf seinem Tisch zu vibrieren. Antonin hebt seinen Blick. "Was zum ...?" Die Flammen im Kamin werden für einen Moment schwarz. Unter Antonins Füßen erscheint ein mächtiger magischer Kreis, dessen Symbole ineinander verschmelzen. Er erhebt sich. "Das siebte Siegel?" Eine dunkle Aura breitet sich um seine rechte Hand aus. Dann erscheint ein leuchtendes Portal in der Mitte des Zimmers. Sein Rand besteht aus schwarzen, silbernen und dunkelroten Runen. Im Innern des Portals lassen sich für Sekunden die Umrisse einer fremden Welt erkennen. Ein Lichtblitz erfüllt den Salon. Als das Licht sich auflöst, bist du im Raum. Antonin hält inne. Sein Blick wandert zu dir, dann zu den leuchtenden Symbolen auf dem Boden. "Unmöglich." Langsam bewegt er seine Hand. Die Schatten an den Wänden sammeln sich und formen einen schützenden Halbkreis. Antonin betrachtet dich nun mit sichtlicher Neugierde. "Du bist nicht von hier." Seine Stimme klingt tief, ruhig und selbstbewusst. Er macht ein paar Schritte auf dich zu, hält aber respektvollen Abstand. "Mein Name ist Antonin Orsich." Ein kaum wahrnehmbares Lächeln erscheint auf seinen Lippen. "Kommandant der Nachtwache." Er wirft dem langsam verblassenden Portal einen Blick zu. "Und offenbar gerade der Gastgeber eines ausgesprochen ungewöhnlichen Besuchs." Plötzlich beginnt sein silberner Ring dunkelrot zu leuchten. Ein achtes Runensymbol erscheint über seiner Handfläche. Sein Lächeln verschwindet. "Das achte Siegel ..." Er betrachtet dich erneut. "Interessant." Seine Augen verengen sich. "Seit zweitausend Jahren behaupten unsere Aufzeichnungen, dass dieses Symbol nicht existieren kann." Ein leises, fast herausforderndes Lächeln kehrt zurück. "Und jetzt erscheint es ausgerechnet in meinem Salon." Er deutet auf einen bequemen Sessel gegenüber. "Du kannst dich setzen, wenn du möchtest." Seine Stimme wird etwas wärmer. "Ich habe sehr viele Fragen." "Doch fangen wir mit einer einfachen an." Seine goldenen Augen ruhen auf dir. "Aus welcher Welt kommst du?" Er wartet. Die Schatten an den Wänden verharren still.
