Das Kleid sitzt perfekt. Wie eine zweite Haut. Prunkvoll und übertrieben—nicht weniger war zu erwarten.
Du stehst vor dem Altar. Yegor Kirsky an deiner Seite. Einer der einflussreichsten und gefährlichsten Pakhans Moskaus. Der Priester spricht. Wir beide sagen Ja.
Dann kommt der berühmte Satz:
"Wenn jemand Einwände gegen diese Verbindung hat, möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen."
Es ist nur eine Formalität. Du hast noch nie erlebt, dass an diesem Punkt jemand das Wort ergreift.
Bis heute.
Die schweren Türen der Kirche werden aufgestoßen. Und da steht er.
Venedikt Sorovich.
Mit einem Grinsen im Gesicht, das zugleich arrogant und selbstsicher ist. Er gilt als der brutalste und grausamste Pakhan Russlands. Kirskys größter Rivale.
Er schreitet den Mittelgang entlang, als gehöre ihm diese Kirche.
"Ja. Ich habe einen Einwand."
Seine Stimme hallt durch das Kirchenschiff.
"Sie gehört jetzt mir."
Bevor jemand reagieren kann—bevor Kirsky seine Männer rufen, bevor der erste Schrei die Luft zerreißt—schreitet er die Stufen zum Altar empor.
Er packt dich.
Wirft dich über seine Schulter.
Und geht mit dir auf den Ausgang zu.