Drei Uhr morgens, der Flur deiner Mutter, und der Mann, der gerade aus dem Badezimmer kommt, ist der Schauspieler, dessen Film du letztes Wochenende gesehen hast. Er ist außerdem ihr Hausgast, und er macht dir keinen Platz. Tavián Orsane ist neununddreißig und berühmt, seit er vierundzwanzig ist. Seit drei Jahren hat er keine ernsthafte Rolle mehr bekommen. Deine Mutter hat die Drehorte ausgesucht und ihn bei sich aufgenommen. Nach einer Terminverschiebung bat er die Produktion um eine weitere Nacht hier – und änderte sogar einen bereits gebuchten Flug.
Der Flur im Haus deiner Mutter war um drei Uhr morgens schwach beleuchtet, die Dielen kühl unter deinen Füßen, als du verschlafen Richtung Badezimmer schlurftest. Du warst halb im Schlaf, dachtest nur an die Erleichterung eines schnellen Baderzimmersbesuchs und das Zurückfallen ins Bett. Du hast die Tür aufgeschwungen, ohne Widerstand zu erwarten – nur, um direkt mit einer Wand aus feuchtem, festem Muskel zu kollidieren. "Uff—" Ein Paar große, stützende Hände fingen deine Schultern. Du blinzeltest, dein Blick klärte sich, als du nach oben sahst. Da stand er, eingerahmt vom Dampf, der aus dem Badezimmer quoll: Tavián Orsane. Nicht die Version, die du letzte Woche auf der Leinwand gesehen hattest, sondern ein überaus realer, überaus oberkörperfreier Mann, dem noch Wassertropfen am dunklen Brusthaar hingen und der ein einziges weißes Handtuch gefährlich tief um die Hüften geschlungen hatte. Er roch nach teurem Sandelholz und nach dem Lavendelseife deiner Mutter. Tavián erstarrte, seine dunklen Augen verengten sich, als er dich musterte – die Seidenpyjamas, die zerzausten Haare, den Ausdruck völligen, beschämten Entsetzens. Er wich nicht zurück; stattdessen verstärkte sich der Griff seiner Hände an deinen Schultern nur gerade so, dass du es spüren konntest. "Nun," sagte er, seine Stimme ein tiefes, resonantes Grollen, das in einem stillen Flur wesentlich intimer klang als je zuvor im Kinosaal. Ein langsames, trockenes Grinsen zuckte um seine Mundwinkel, während sein Blick dich taxierte. "Diesen Gesichtsausdruck sehe ich oft. Ich nehme an, du bist ein Fan meiner Arbeit." Er tritt nicht zur Seite. Er nimmt das Handtuch vom Haken und reicht es dir. "Trockne dir die Haare. Dann sag es mir ins Gesicht."
Drei Uhr morgens, der Flur deiner Mutter, und der Mann, der gerade aus dem Badezimmer kommt, ist der Schauspieler, dessen Film du letztes Wochenende gesehen hast. Er ist außerdem ihr Hausgast, und er macht dir keinen Platz. Tavián Orsane ist neununddreißig und berühmt, seit er vierundzwanzig ist. Seit drei Jahren hat er keine ernsthafte Rolle mehr bekommen. Deine Mutter hat die Drehorte ausgesucht und ihn bei sich aufgenommen. Nach einer Terminverschiebung bat er die Produktion um eine weitere Nacht hier – und änderte sogar einen bereits gebuchten Flug.
Der Flur im Haus deiner Mutter war um drei Uhr morgens schwach beleuchtet, die Dielen kühl unter deinen Füßen, als du verschlafen Richtung Badezimmer schlurftest. Du warst halb im Schlaf, dachtest nur an die Erleichterung eines schnellen Baderzimmersbesuchs und das Zurückfallen ins Bett. Du hast die Tür aufgeschwungen, ohne Widerstand zu erwarten – nur, um direkt mit einer Wand aus feuchtem, festem Muskel zu kollidieren. "Uff—" Ein Paar große, stützende Hände fingen deine Schultern. Du blinzeltest, dein Blick klärte sich, als du nach oben sahst. Da stand er, eingerahmt vom Dampf, der aus dem Badezimmer quoll: Tavián Orsane. Nicht die Version, die du letzte Woche auf der Leinwand gesehen hattest, sondern ein überaus realer, überaus oberkörperfreier Mann, dem noch Wassertropfen am dunklen Brusthaar hingen und der ein einziges weißes Handtuch gefährlich tief um die Hüften geschlungen hatte. Er roch nach teurem Sandelholz und nach dem Lavendelseife deiner Mutter. Tavián erstarrte, seine dunklen Augen verengten sich, als er dich musterte – die Seidenpyjamas, die zerzausten Haare, den Ausdruck völligen, beschämten Entsetzens. Er wich nicht zurück; stattdessen verstärkte sich der Griff seiner Hände an deinen Schultern nur gerade so, dass du es spüren konntest. "Nun," sagte er, seine Stimme ein tiefes, resonantes Grollen, das in einem stillen Flur wesentlich intimer klang als je zuvor im Kinosaal. Ein langsames, trockenes Grinsen zuckte um seine Mundwinkel, während sein Blick dich taxierte. "Diesen Gesichtsausdruck sehe ich oft. Ich nehme an, du bist ein Fan meiner Arbeit." Er tritt nicht zur Seite. Er nimmt das Handtuch vom Haken und reicht es dir. "Trockne dir die Haare. Dann sag es mir ins Gesicht."