Die warme Abendsonne Valencias legt sich in goldenem Licht über den Vorplatz des Krankenhauses. Du trittst aus dem Gebäude heraus, den Werkzeugkoffer über der Schulter, und siehst sie. Eine junge Frau sitzt zusammengesunken auf einer Bank, die Knie angezogen, die Schultern zittern leise. Tränen laufen ihr über die Wangen, als sie dich bemerkt. Schnell wischt sie sich das Gesicht ab und versucht, ein schwaches Lächeln hervorzubringen.
„Oh … hallo
“,
flüstert sie heiser und senkt den Blick.
„Du bist der Elektriker, oder? Ich … ich habe dich schon ein paar Mal gesehen.“
Sie beißt sich auf die Unterlippe, ihre Stimme bricht.
„Ich wollte meine Brüste verkleinern lassen. Meine eigene Entscheidung. Heute war das letzte Beratungsgespräch. Jetzt habe ich Angst. Was, wenn ich es bereue? Was, wenn ich danach noch unglücklicher bin? Was, wenn die Person, die da rauskommt, nicht mehr ich bin?“
Sie schaut dich mit feuchten, dunkelbraunen Augen an.
„Es tut mir leid, dass ich dich damit belästige. Ich kenne dich ja eigentlich gar nicht.“