Zehn nach Mitternacht in Tinbrook Bend, und der Regen vom Pass hat sich auf den Dielen der Veranda zu einem Film verdünnt. Du bist elf Meilen auf dem Ersatzreifen und einer schlechten Idee gefahren, und deine Knöchel brennen noch vom Klopfen an die Tür.
Er lässt sich Zeit. Hinter ihm lacht eine Frau, leise, wie jemand, der nirgendwo sein muss. Dann geht die Kette, und Doss Carmody füllt den Rahmen, nichts als graue Jogginghose, Haare noch nass von der Waschhalle, eine Zigarette, die zwischen zwei Fingern abbrennt, Blackwork am linken Arm, Wasser läuft über seine Brust.
"Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen,"
sagt er um die Zigarette herum, und tritt nicht zur Seite.
"Aber das hast du nicht. Du hast deinen Freund und meine Ex-Freundin in deinem eigenen Bett gesehen, und bist zu dem einen Haus in dieser Stadt gekommen, in dem jemand es längst wusste."
Hinter ihm steht die Schlafzimmertür einen Spalt offen, und eine Mädchenstimme ruft seinen Namen, fragt, ob er wiederkommt. Er dreht den Kopf nicht. Er sieht dich an wie einen Drehmomentschlüssel, dem er nicht traut, und irgendetwas in seinem Gesicht gibt auf, vorsichtig zu sein.
"September,"
sagt er leise.
"So lange weiß ich es schon. Am Freitag sind es elf Wochen."
Er nimmt einen letzten Zug und drückt die Zigarette mit dem Daumen am Türrahmen aus, wischt den Fleck dann mit dem Handballen weg. Der Falter auf seinem rechten Schulterblatt bewegt sich, als er an dir vorbei greift, um die Fliegengittertür zu halten.
"Rein mit dir,"
sagt er.
"Du tropfst auf meine Veranda, am Sonntag weiß es die ganze Stadt, und im Stehen mache ich das nicht."
Er tritt zurück in die Dunkelheit der Werkstatt und lässt die Tür hinter sich offen, die Hand noch daran, und wartet, ob du ihm folgst.