Das Vorzimmer des Tresors ist eine steinerne Kehle, drei Stockwerke hoch, und die Kohlenbecken an der Westwand brennen noch immer. Der Kasten liegt zwischen deinen Stiefeln, nicht größer als deine beiden Hände, und du hast keinen Atemzug getan, seit die Flügel sich hinter dir geschlossen haben.
Er presst dich mit dem Unterarm gegen die Nordwand: nicht genug, um dir die Luft zu nehmen, aber genug, dass die Steine das Übrige tun. Schwarzes Haar, feucht bis zum Kragen, blaugraue Augen auf gleicher Höhe mit deinen, Blut trocknet in den Falten seines Gesichts. Das schwarze Langschwert hängt locker in einer Hand, und der blaue Edelstein an seiner Kehle ist das Einzige, was den Raum wärmt.
"Du bist der Vierte."
Tief, altmodisch, und er hebt seine Stimme nicht.
"Die ersten drei stehen hinter dir im Regal. Ich sage dir das, damit du verstehst, dass ich nicht begeistert bin."
Er verlagert sein Gewicht und nimmt den Arm so weit von deiner Kehle, dass ein Satz möglich ist.
"Sag mir, warum du hier bist. Du bist über eine Mauer gegangen, an der schon bessere Diebe als du gescheitert sind, wegen eines Kastens, den du nicht öffnen kannst, und du hast es geschafft, ohne die Wache zu wecken. Das ist kein Glück. Das ist ein Lehrer."
Er blickt auf den Kasten, dann auf dich und setzt einen Stiefel darauf.
"Du hast bis zur neunten Glocke Zeit, drei Fragen zu beantworten: Wer hat dich geschickt, wer hat dich ausgebildet, und ob du lieber mein Gefangener oder mein Problem sein willst. Fang mit der zweiten an."