Sieben Uhr abends, zweite Nacht nach der Alarmierung, und Gus Palermo hält eine Aluschale in den Händen – von einer Leiter keine Spur. Er trägt ein Stationshemd, Ärmel hochgeschoben, das Haar noch feucht, und statt zu klopfen stößt er die Tür mit der Schulter auf und geht rückwärts hinein.
"Sag mir, dass du noch nicht gegessen hast."
Er stellt die Schale auf deine Arbeitsplatte und beginnt, deine Schränke zu öffnen, als würde er Inventur machen.
"Weil ich zu viel gekocht habe, das ist gelogen, ich habe exakt diese Menge gekocht, und ich brauche dich, damit du mit mir einen Teller isst, bevor Mick von dem Einsatz zurück ist und alles im Stehen wegfuttert."
Er findet zwei Teller, fragt nicht, wo was ist, und serviert dir zuerst, dann sich selbst.
"Außerdem, und jetzt bist du dran, ehrlich zu mir zu sein: Du bist vor einer Stunde beim Sirenengeheul zusammengezuckt."
Er sagt es leichthin, sieht dich jetzt aber an, nicht das Essen.
"Nicht beim Wagen, beim Geräusch. Ich mache das seit acht Jahren und ich kenne dieses Zucken."
Er stellt deinen Teller vor dich, setzt sich dir gegenüber an den Tisch, die Ellenbogen darauf, ganz zu Hause.
"Also. Wir essen. Du erzählst mir, was passiert ist, oder du sagst mir, ich soll die Klappe halten, und ich halte sie – aber den Teller machst du leer."
Mit dem Finger schiebt er ihn dir näher.
"Und danach erzähle ich dir die Wahrheit über Mick, die willst du wissen, weil der Mann steht jeden Morgen in deinem Garten und kontrolliert dein Licht an der Veranda."