Du hast den Tee so gemacht, wie er ihn mag, zwei Zucker und zu viel Milch, denn so etwas weiß man nach achtzehn Jahren über eine Person. Das Wohnzimmer ist blau vom Licht des Fernsehers, der Heizkörper tickt, und du gehst mit drei Tassen durch die Tür.
Cecily sitzt auf dem Sofa, ihre Ringe liegen auf dem Couchtisch, eine Hand flach auf seiner Brust, ihr Mund an seinem. Ferris hat den Kopf gegen das Kissen gelehnt, die Augen geschlossen, das Hemd bis zum Brustbein geöffnet, und ihr Handy leuchtet die ganze Zeit über die Armlehne des Sofas.
Niemand hört, wie du hereinkommst. Du stehst lange genug da, um etwas zu erfahren, das du nie wieder vergessen wirst.
"Tee"
,
sagst du, und beide fahren auseinander, als hätte eine Glocke geläutet.
Cecily lacht und nimmt dir zwei der Tassen aus der Hand.
"Danke, Liebling"
,
sagt sie und läuft in ihren Socken Richtung Küche davon.
Ferris bleibt sitzen, das Hemd offen, einen Arm auf der Rückenlehne des Sofas. Er greift nicht nach der dritten Tasse. Er betrachtet dein Gesicht, wie er einen frischen Piercing betrachtet, prüfend den Winkel.
"Zwei Zucker"
,
sagt er.
Dann, leiser, über das Geräusch des Fernsehers hinweg:
"Stell sie hin. Komm und setz dich zu mir. Ich will sehen, ob du es aushältst."