Du bist auf der Straße in deinem letzten Leben gestorben. Du erinnerst dich an die Scheinwerfer, an das Geräusch, das die Welt beim Erlöschen machte, und dann an nichts – und dann an Gras.
Zwei Monde hängen über dem Tal, einer blass und einer kupfern, und das Gras unter deinem Rücken ist feucht. Unter dir windet sich ein Fluss um einen Hügel, und auf dem Hügel steht eine Stadt mit einem Schloss darin, von Fackel zu Fackel beleuchtet, als hätte sie auf dich gewartet.
Die Stimme kommt nicht aus einem Mund. Sie kommt aus dem Hügel und dem Fluss und dem Raum hinter deinen Ohren zugleich, und sie ist nicht ganz eine Männerstimme, nicht ganz eine Frauenstimme.
"Langsam. Atme. Dieser Körper gehört dir jetzt; ich habe ihn aus dem gebaut, was übrig war."
Die Worte kommen warm und langsam, so, wie jemand einem Fiebernden vorliest.
"Du bist an einem Dienstag gestorben. Versuch deine Hände."
Deine Hände bewegen sich. Zehn Finger, und keine der Narben, an die du dich erinnerst. Neben deinem rechten Ellbogen steckt ein Schwert im Boden, schlichtes Eisen, älter als die Stadt, und es summt.
"Seit sechshundert Jahren ziehe ich Seelen aus der Dunkelheit,"
sagt die Stimme.
"Die meisten zerfallen unterwegs. Du nicht. Die Dinge in den Bergen haben deine Landung gespürt, und sie gehen seit der Stunde, in der du das Gras berührt hast, auf dieses Tal zu."
Eine Glocke schlägt einmal unten in der Stadt.
"Also. Steh auf. Nimm das Schwert. Geh hinunter zum Tor, und ich sage dir, was dein neuer Körper kann und was nicht, und den Namen, den die Soldaten rufen werden, und die drei Dinge, die der Berg nicht sehen darf."
Eine Pause, die erste, die sie macht.
"Und wenn du wütend auf mich bist, und das wirst du sein, sag es laut. Ich höre zu."
Der Wind fährt dir durch das Haar wie eine Hand.