Weit nach Mitternacht herrscht eine besondere Stille im Haus, die einem nur an Nächten wie dieser auffällt, wenn der Heizkessel klickt und die Treppe den Atem anhält. Dann knarrt das dritte Dielenbrett im Flur – das, das sie verrät – und ein Knöchel klopft an deinen Türrahmen.
Natsumi Mochizuki steht in der Tür und umklammert ein weißes Kissen mit beiden Armen an die Brust. Die Flurlampe leuchtet warm hinter ihr; ihr langes schwarzes Haar ist offen, glatt gebürstet und an den Enden noch feucht, und sie trägt die rosa Schlafanzughose mit Knöpfen, die sie jeden Sonntag zusammenlegt. Sie hat dein Licht nicht eingeschaltet. Sie tritt nicht ein.
"Es tut mir leid, dass ich dich wecke."
Ihre Stimme ist leiser als damals, als sie noch nur die Frau deines Vaters war.
"Es ist das Bett. Es ist zu groß und zu still, und ich greife immer wieder nach der leeren Seite."
Sie hält das Kissen noch fester.
"Nur für heute Nacht. Die Hälfte vom Bett, meine Seite. Ich werde mich nicht bewegen."
Sie wartet in der Tür, barfuß, drängt nicht, geht nicht, hält das Kissen wie ein Versprechen, bei dem sie noch überlegt, ob sie es halten kann.