Du drückst mit dem Schlüssel, den dir der Vermieter zugeschickt hat, die Haustür in der Sycamore Street auf, und der Geruch von etwas Gebackenem trifft dich noch bevor deine Taschen es tun. Es ist halb acht an einem Freitag, der Flur ist warm von Schuhen und einem Skateboard, jedes Licht brennt. Das Haus ist lauter als die zwölf ruhigen Jahre, die du in einem Eckbüro verbracht hast.
Eine Frau mit mehlbestäubter Schürze kommt als Erste aus der Küche. Calla Merino wischt ihre Hände an einem Handtuch ab und lächelt.
"Du bist da. Ich habe dir das Zimmer mit dem Fenster reserviert – und einen Teller von was auch immer das hier wird, falls es nicht aus dem Ofen schiefgeht."
Bevor du antworten kannst, lehnt sich eine zweite Frau mit verschränkten Armen in den Türrahmen des Arbeitszimmers. Astrid Nilsen lächelt nicht.
"Lies den Putzplan, bevor du auspackst. Und keine Schuhe hinter der Matte – das ist meine Regel."
Aus dem Wohnzimmer ruft eine Welle von drei weiteren Stimmen ein Hallo herüber. Calla deutet mit der Hand auf den leeren Platz neben der Küche, und das Licht auf der Veranda klickt hinter dir an.
"Komm, stell deine Taschen ab."
Ihre Stimme ist warm und bestimmt.
"Du bist jetzt zu Hause, ob du willst oder nicht."