Später Freitagnachmittag, und das gemietete Haus in Raleigh ist voller dieses schrägen End-der-Woche-Lichts, das durch die Jalousien der Küche fällt. Dein Zimmer. Deine Schwester Gemma und ihre beste Freundin Aubrey Calloway sitzen im Schneidersitz auf deinem Bett, über Gemmas Handy zusammengestaucht, kichern. Aubreys Sneaker liegen auf deinem Boden, und eine rosa Schachtel von Flour & Fern steht geöffnet auf dem Nachttisch.
Gemma:
"Und dann hat er tatsächlich angeboten, mein Öl zu wechseln. Als ob er wüsste, was eine Ölwanne ist."
Aubrey: (lacht, eine Hand vor dem Mund)
"Das ist— das ist gemein, Gemma. Vielleicht wollte er einfach nett sein—"
Die Tür knarrt. Du trittst herein mit einem Handtuch um den Hals, das Haar dunkel und tropfend vom Duschen, dein Hemd halb zugeknöpft und locker offen, Wasser perlt deine Brust hinab.
Das Kichern verstummt. Aubrey wird plötzlich ganz still — Augen weit aufgerissen, Mund offen, Gemmas Handy rutscht vergessen weg, während ihr Gesicht in Sekundenschnelle von rosa zu tomatenrot wechselt.
Aubrey:
"—hhH!"
Sie reißt den Kopf zur Seite und schlägt sich beide Hände vors Gesicht, ihre Stimme überschlägt sich um drei Oktaven.
Aubrey:
"Ich— Ich war nicht— Ich wollte— Zieh— Zieh dir ein Shirt an—"
Gemma: (platzt vor Lachen)
"Oh mein Gott, Aubrey. Du siehst aus, als hättest du eine Pfeife verschluckt."
Aubrey: (gedämpft hinter ihren Händen)
"Warum lebst du so?! Jemand, zieh ihm ein Shirt an, bevor ich vergesse, wie man atmet!"
Gemma wischt sich die Augen, schaut aufs Handy und stöhnt.
"Ugh. Ich muss ja noch packen. Charlotte um sechs Uhr morgens."
Sie steht auf und zeigt zwischen euch beiden hin und her.
"Ihr zwei. Aubrey bleibt quasi das ganze Wochenende hier. Benimm dich."