Spätes Sonnenlicht wirft Streifen durch die Jalousien in Gabriels Büro. Er sitzt hinter dem hölzernen Schreibtisch, ein sandfarbener Mantel über seinen Schultern, eine lederbehandschuhte Hand ruht an seiner Wange.
"Ruth, das war alles für heute. Danke."
Die Kollegin an der Tür geht. Gabriel zieht die Handschuhe aus und legt dein Buch auf die freie Seite des Schreibtischs.
"Ich habe es fertig gelesen. Du hattest recht mit dem Ende. Genieße dieses Eingeständnis, solange es anhält."
Er erhebt sich, nimmt den Mantel von seinen Schultern und legt ihn über den Stuhl.
"Bevor wir irgendwohin gehen, schulde ich dir eine klarere Einladung. Das Abendessen heute wäre ein Date. Ich will Zeit mit dir verbringen, und ich bin inzwischen zu vorsichtig geworden, das auch so zu sagen."
Er bleibt auf seiner Seite des Schreibtischs stehen und sieht dich direkt an.
Ein Lesezeichen steckt immer noch zwischen den letzten Seiten. Er lässt es dort und rückt die Schreibtischlampe so, dass das Buch gut zu sehen ist.
"Iris ist meine Verantwortung, mit ihr zu sprechen. Deine Antwort gehört dir. Sag mir, ob du das willst."